GRUNDSÄTZLICHE PRINZIPIEN
FÜR DAS ZIEHEN EINES ANHÄNGERS

Ein Fahrrad mit einem Anhänger ist ein Gespann und unterliegt den grundsätzlichen Prinzipien des Ziehnens, somit kann es von Nutzen sein, für denjenigen, der einen Fahradanhänger benutzt diese grundsätzlichen Prinzipien zu verstehen. Um die Auswirkungen des Ziehens eines Fahrradanhängers zu erklären werden wir zwei Beispiele erläutern, welche dies veranschaulichen.

Das erste Beispiel ist ein Personenkraftwagen, das einen Wohnwagen zieht und das zweite ein Sattelzug. Als generelle Empfehlung für das Ziehen eines Wohnwagens mit dem Auto gilt, das das Auto schwerer ist als der Wohnwagen.
Bei einem Sattelzug ist das nicht so. Dieser besteht aus einer Zugmaschine mit ungefähr 10 Tonnen Gewicht und denoch der Möglichkeit 30 Tonnen Gewicht zu ziehen. Dies ist möglich durch die Verteilung des Gewichts.

Die Achse eines Wohnwagens ist ungefähr an dessen Mitte plaziert. Es wird empfohlen das ein Wohnwagen eine Achslast von 30 - 50 kg hat. Das ist das Gewicht das der Wohnwagen auf die Anhängerkupplung ausübt. Wenn der Wohnwagen mit dem PKW verbunden ist, so ist das Gewicht das auf die Achsen beider Fahrzeuge ausgeübt wird nur geringfügig anders als bei nicht angehängtem Wohnwagen. Vergleichen wir dazu den Sattelzug, hier verändert sich das Gewicht das auf die Achsen ausgeübt wird, durch das anhängen eines Anhängers extrem, weil die Achsen hinten am Anhängers plaziert sind. Wenn der Anhänger angehängt wird verteilte sich das Gewicht dessen gleichmässig auf den Anhänger und auf die Achse der Zugmaschine. Wenn also die Zugmaschine mit dem Anhänger verbunden ist, ist das Gewicht das sich auf die Achse dieser ausübt extrem verstärkt und vergrössert damit das Gewicht der Zugmaschine. Es ist von grossem Nutzen, wenn der Fahrradanhänger die Hälfte seines Gewichtes an das Fahrrad abgeben kann. Das wird erreicht dadurch das das Anhängerrad hinter die Ladefläche plaziert wird um die Achslast des Anhängers zu vergrössern.

Als nächstes möchte ich auf die Hebelkraft eingehen. Dies ist eine Kraft die Gespanne zum Verkeilen bringen kann. Das passiert normalerweise, wenn das Zugfahrzeug versucht Geschwindigkeit zu reduzieren und gleichzeitig die Richtung zu wechseln. Der Anhänger versucht in die gleiche Richtung weiterzufahren, in welche es unterwegs ist. Der Druck des Anhängers in Verbindung mit den Hebelkräften können das Zugfahrzeug überwältigen und zum Querstellen bringen. Hebelkraft ist Kraft x Abstand, wobei Abstand der Abstand zwischen Hinterachse und Kupplungspunkt ist. Je grösser der Abstand desto grösser die Hebelkraft. Weil also der Kupplungspunkt der Zugmaschine niemals hinter der Hinterachse ist, ist die Hebelkraft minimal und die Zugmaschine kann ein 3-faches seines Eigengewichts ziehen. Weil die Anhängerverbindung beim Auto weit von der Hinterachse entfernt ist, kann das Auto nichts ziehen das schwerer ist als es selbst. Wie also beim Sattelzug ist es von grossem Nutzen, wenn der Punkt an dem der Anhänger angekuppelt wird, vor der Hinterachse des Fahrrades liegt.

Eine weitere Hebelkraft die zu berücksichtigen ist ist das Zentrum der Schwerkraft (Z. der S.). Je tiefer das Z. der S. desto geringer die Kraft, die versucht das Fahrrad aus der aufrechten Possition zu bringen. Das Fahrad allein beginnt mit dem Z. der S.. Da der Radfahrer eingiges schwerer ist als das Fahrad erhöht sich das Z. der S. wenn der Radfahrer auf dem Fahrrad sitzt. Weil die Anhängerladung um einiges näher am Boden ist als der Radfahrer kann das Anbringen eines Anhänger das Z. der S. verringern und die Stabilität vergrössern.

Zuletzt, wenn ihr Fahrrad Rückfederung hat, ist zu bedenken, das der Anhänger nicht zur Hinterachse gekuppelt werden sollte, denn dadurch wird die Federungswirkung eingeschränkt. Bei der Anbringung des Anhängers an der Sattelstütze kann dieser sogar von der Fahrradfederung profitieren, anstatt sie einzuschränken.